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Als Kaufinteressenten von unabhängigen Vermögensverwaltern können auch Banken auftreten. Für die Kunden entsteht bei dieser Nachfolgeregelung ein Wechsel des bisherigen Beratungsmodells. Je nach Interesse dieser Bank könnten grössere Depotumschichtungen erfolgen, was die Frage der Neutralität in der Produktwahl in Frage stellen kann. Fühlen sich die Kunden durch ein solches Verhalten oder in der neuen Struktur nicht mehr wohl, werden sie früher oder später einen neuen Vermögensverwalter suchen. Der Vermögensverwalter kann allerdings diesbezüglich stark Einfluss auf seine Kunden nehmen. Für die übernahmewillige Bank kann vor allem ein zu hohes Durchschnittsalter der Kunden ein Hindernis darstellen.

Eine interessierte Bank kann verkaufswillige unabhängige Vermögensverwalter mit der Abnahme administrativer Arbeiten, einem Arbeitsplatz mit Assistenz und entsprechender Unterstützung bei dieser Nachfolgelösung schmackhaft machen. Ist der Vermögensverwalter während einer Übergangsphase von der Bank angestellt und in deren Räumlichkeiten einquartiert, wird dies den Transfer der Kunden zudem positiv beeinflussen. Denn gerade bei diesem Nachfolgemodell wird der gesamte Nachfolgeprozess überdurchschnittlich lange ausfallen. Basierend auf einer Vorselektion des abtretenden Vermögensverwalters können den Kunden passende Kundenbetreuer zugewiesen werden. Dadurch kann die Kundenverlustrate reduziert werden. Überdies ist die übernehmende Bank in der Lage, den vollen Kaufpreis selber zu finanzieren, was für einen verkaufswilligen Vermögensverwalter einen weiteren Anreiz dieses Modells darstellen kann.